Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

ganz herzlich laden die Jüdische Gemeinde Frankfurt und das
Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main Sie zum diesjährigen
Jüdischen Filmfest vom 4. bis zum 11. September 2016 ein

„Zwischentöne“ heißt das Motto, das wir für die zehn abendfüllenden
Filme und vier Kurzfilme ausgewählt haben. „Zwischentöne“, weil in
allen Filmproduktionen die eher leisen Töne zum Tragen kommen:
differenzierte Blickwinkel, Humorvolles und Ernstes, Kulinarisches
und Politisches, Geschichte und Gegenwart, Israel, Russland und
Deutschland, Religion und der Nahost-Konflikt. Alles Themen, die
dem jüdischen Leben und dem jüdischen Selbstverständnis in
Deutschland innewohnen. In den vorgestellten Filmen werden sie
aus der heutigen Perspektive erzählt.

Alle ausgewählten Filmproduktionen sind neueren Datums. Sie
sind zwischen 2009 und 2015 entstanden. Es sind deutsche, israelische
und internationale Filme, die bislang nicht alle den Weg in die deut-
schen Kinos gefunden haben. Umso mehr freuen wir uns, Ihnen diese
Filme vorzustellen und auch Gäste zu begrüßen, die
im Anschluss an die Vorführung die Filme kommentieren werden.

Die Eröffnung findet im Deutschen Filmmuseum statt. Weitere
Aufführungsorte sind die Kinos Mal Seh’n, Orfeos Erben und das Pop
Up Boat des Jüdischen Museums. Die Abschlussveranstaltung wird
im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum stattfinden.

Mehrere der gezeigten Filme liegen nur in der Originalfassung mit
deutschen oder englischen Untertiteln vor. Nähere Angaben hierzu
finden Sie im vorliegenden Programmheft.


Das Team der Programmgestaltung:

Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main K.d.ö.R.: Doris Adler,
Dr. Susanna Keval
Deutsches Filmmuseum: Natascha Gikas
Jüdisches Museum – Pop Up Boat: Kathrin Schön
Orfeos Erben: Antje Witte
Mal Seh’n Kino: Gunter Deller

Filmspulen
Grußwort

Liebe Besucherinnen und Besucher,

im Jahre 1982 begannen die Jüdischen Kulturtage mit einigen Filmvorführungen im damaligen Kommunalen Kino. Seit 1986 finden die erweiterten Jüdischen Kulturwochen in Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main statt.

Es erfüllt mich mit Stolz, dass unsere Stadt als eine der ersten in Deutschland zusammen mit der Jüdischen Gemeinde die Initiative ergriffen hat, jüdische Kultur und Geschichte wieder lebendig werden zu lassen. Seitdem haben sich die Jüdischen Kulturwochen als unverzichtbarer Bestandteil der Frankfurter Kultur etabliert.

In diesem Jahr freue ich mich, Sie zum Jüdischen Filmfest begrüßen zu können, das fortan alternierend mit den Jüdischen Kulturwochen stattfindet.

Der israelische Film hat in den letzten Jahren Weltniveau erreicht, seit 2008 gab es für Israel vier Oscar-Nominierungen, zwei davon wurden erfreulicherweise mit deutschen Koproduk tionspartnern hergestellt. Auch der jüdische Film hat in den letzten zehn Jahren, vor allem in Europa, einen starken Aufschwung genommen

Film kann wie kaum ein anderes künstlerisches Medium Lebenswelten vor Augen führen.

Im Namen des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main heiße ich Sie sehr herzlich willkommen und lade Sie ein, unter dem diesjährigen Motto „Zwischentöne“ einzutauchen in die verschiedenen Facetten jüdischer Kultur und Lebensweisen weltweit, in das Gestern und Heute.

In diesem Sinne wünsche ich allen am Filmfestival Beteiligten und allen Gästen und Freunden ereignisreiche Tage mit anregenden Anknüpfungspunkten und vor allem viel Freude beim Filmgenuss.

Peter Feldmann:

Oberbürgermeister
der Stadt Frankfurt am Main

PeterFeldmann
Peter Feldmann
Grußwort

Liebe Besucherinnen und Besucher,liebe Gäste,

seit über 30 Jahren veranstaltet die Jüdische Gemeinde mit Unterstützung des Kulturdezernats die Jüdischen Kulturtage Frankfurt. Sie sind damit eines der ältesten Kulturfestivals in Deutschland und ein frühes Signal dafür, dass jüdische Kultur Bestandteil unserer Stadtgesellschaft ist.

In diesem Jahr konzentrieren wir uns ganz auf das Medium „Film“ und eröffnen gemeinsam das Jüdische Filmfest Frankfurt. Wir hoffen, dass wir damit eine ebenso lange Tradition begründen können, denn das jüdische Kino ist heute so inspirierend, streitbar und lebendig wie nie zuvor. Wer das kritische Selbstverständnis, den kreativen Mut und allem Nachrichtenpessimismus trotzende Hoffnungen der jüdischen Filmemacher entdecken und verstehen will, dem bietet dieses Filmfest die Gelegenheit, auch jenseits eines Mainstreamkinos aktuelle Produktionen zu sehen.

Wie in einem Kaleidoskop spiegeln die Filme die unterschiedlichsten jüdischen Wirklichkeiten, ob autobiografisch oder fiktiv. Sie zeigen die Veränderungen infolge der Globalisierung und Wanderbewegungen ebenso wie die durch orthodoxe Religion geprägte Weltanschauung und Lebensweise jüdischer Menschen in verschiedenen Teilen der Welt.

Im Namen der Stadt Frankfurt und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt begrüßen wir Sie herzlich zum Jüdischen Filmfest Frankfurt. Tauchen Sie ein in die Welt des jüdischen Films, nehmen Sie teil an Diskussionen, und vor allem kommen Sie nach dem Filmgenuss miteinander ins Gespräch – denn das ist der tiefere Sinn jüdischer Kulturtage: Austausch und Kontakt.

Herzlichst

Prof. Dr. Salomon Korn
Dr. Ina Hartwig
Prof. Dr. Felix Semmelroth
Marc Grünbaum

Dr. Ina Hartwig

Kulturdezernentin
der Stadt Frankfurt am Main

Marc Grünbaum

Kulturdezernent
der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main

Eröffnung
Alavie
A La Vie

Frankreich 2014, 104 Minuten,
Regie: Jean-Jaques Zilberman
Darsteller: Julie Depardieu, Johanna ter Steege,
Suzanne Clément
u. a.
Französisch mit deutschen Untertiteln

Datum:
Sonntag, 4. September 2016, Einlass ab
17 Uhr mit Umtrunk und Empfang
Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41

Begrüßung:
Claudia Dillmann, Direktorin Deutsches
Filminstitut – Deutsches Filmmuseum

Peter Feldmann, Oberbürgermeister
der Stadt Frankfurt am Main

Marc Grünbaum, Kulturdezernent der
Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main

Musikalische Umrahmung mit dem Trio
„Jazzinette“

Eintritt: 7 €, ermäßigt: 5 €

Film und Gespräch

Datum:
Sonntag, 4. September 2016, 20.30 Uhr
Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41

Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

Gespräch mit Fania Oz-Salzberger
, der Tochter von Amos Oz, Alf Mentzer,
hr2-Kultur. Das Gespräch erfolgt in
englischer Sprache mit Übersetzungen
ins Deutsche.

Israel / USA 2015, 95 Minuten,
Regie: Natalie Portman
Darsteller: Natalie Portman, Makram
Khoury, Gilad Kahana
u. a.
Hebräisch mit deutschen Untertiteln

Eintritt: 7 €, ermäßigt: 5 €

Film

Datum:
Montag, 5. September 2016, 18.00 Uhr
Orfeos Erben, Hamburger Allee 45

Oma & Bella

Deutschland / Russland 2012, 76 Minuten
Regie: Alexa Karolinski
Darsteller: Regina Karolinski, Bella Katz
OV Deutsch

Eintritt: 7 €, ermäßigt: 5 €

Film

Datum:
Montag, 5. September 2016, 20.30 Uhr
Orfeos Erben, Hamburger Allee 45

Atomic Falafel

Deutschland / Israel 2015, 88 Minuten
Regie: Dror Shaul
Darsteller: Mali Levi, Michelle Trevis,
Alexander Fehling
u. a.
OV Deutsch

Eintritt: 10 €, ermäßigt: 5 €

Film und Gespräch

Datum:
Dienstag, 6. September 2016, 20.00 Uhr
Mal Seh’n Kino, Adlerflychtstraße 6

Lemale et Ha’halal – An ihrer Stelle

Im Gespräch: Polina Lissermann,
Rechtsanwältin und Mirjam Steinfeld, Rechtsanwältin. Moderation:
Bärbel Schäfer, Journalistin, Autorin
und hr3-Moderatorin

Israel 2012, 90 Minuten
Regie: Rama Burshtein
Darsteller: Hadas Yaron, Chaim Sharir,
Ido Samuel
u. a.
Hebräisch mit deutschen Untertiteln

Eintritt: 7 €

Film

Datum:
Mittwoch, 7. September 2016, 20.30 Uhr
Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41

Félix et Meira

Kanada 2014, 105 Minuten
Regie: Maxime Giroux
Darsteller: Hadas Yaron, Martin Dubreuil,
Luzer Twersky
Französisch, Englisch, Jiddisch
mit deutschen Untertiteln

Eintritt: 7 €, ermäßigt: 5 €

Film

Datum:
Donnerstag, 8. September 2016, 18.00 Uhr
Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41

Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut

Deutschland 2015, 85 Minuten
Regie: Viviane Andereggen
Darsteller: Maximilian Ehrenreich, Yuri
Völsch, Tristan Göbel, Florian Stetter,
Lavinia Wilson, Catherine De Léan

OV Deutsch

Eintritt: 7 €, ermäßigt: 5 €

Film und Gespräch

Datum:
Donnerstag, 8. September 2016, 20.15 Uhr
Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41

Mita Tova – Am Ende ein Fest

Im Gespräch: Avichai Apel, Rabbiner der
Jüdischen Gemeinde Frankfurt und Tiberiu Berlad, Radiologe.
Moderation: Julian-Chaim Soussan,
Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Israel 2014, 93 Minuten
Regie: Tal Granit und Sharon
Maymon Darsteller: Ze’ev Revach, Levana
Finkelstein, Aliza Rosen
u. a.
Hebräisch mit deutschen Untertiteln

Eintritt: 7 €, ermäßigt: 5 €

Kurzfilmnacht an Bord des Pop Up Boats
Prof. Dr. Salomon Korn

Why?

Israel 2014
5 Minuten
Regie: Nadav Lapid
OmeU

Prof. Dr. Felix Semmelroth

Women in Sink

Israel / Großbritannien 2015
37 Minuten
Regie: Iris Zaki
OmeU

Prof. Dr. Salomon Korn

Ten Meter Tower

Schweden 2016
16 Minuten,
Regie: Maximilien Van Aertryck / Axel Danielson
OV

Prof. Dr. Felix Semmelroth

AYA

Israel 2012
40 Minuten,
Regie: Mihal Brezis
/ Oded Binnun

OmeU

Datum:

Samstag, 10. September 2016, 21.00 Uhr Pop Up Boat des Jüdischen Museums am Schaumainkai (Eiserner Steg) www.popupboat.juedischesmuseum.de

Unterwegs

Eintritt: 6 €, ermäßigt: 3 €

Film und Gespräch

Datum:
Sonntag, 11. September 2016, 12.00 Uhr
Mal Seh’n Kino, Adlerflychtstraße 6

Der Übersetzer

Im Gespräch mit dem Regisseur: Jochanan
Shelliem, ARD Hörfunk-Journalist

Österreich 2014, 59 Minuten
Regie: Grigory Manyuk
Produzent: Manfred Wiesner
OV Deutsch

Eintritt: 7 €

Abschlussveranstaltung

Datum:
Sonntag, 11. September 2016, 18.00
Uhr Jüdische Gemeinde
Frankfurt am Main K.d.ö.R.
Ignatz Bubis-Gemeindezentrum
Savigynystraße 66

Das Konzert

Frankreich 2009, 122 Minuten
Regie: Radu Mihaileanu
Darsteller: Alexej Guskow,
Semjonowitsch Filipow
u. a.
OV Deutsch

Musikalische Beiträge: Orchester Classic Players, Leitung: Dimitri Ashkenaz

Eintritt: 7 €, ermäßigt: 5 €

Veranstaltungsorte

Eintrittskarten

Eintrittskarten sind erhältlich an den jeweiligen Veranstaltungsorten. Vorverkauf für den Abschlussfilm „Das Konzert“ am Sonntag, 11. Sept. 18.00 Uhr im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum, Savignystr. 66 über: d.adler@jg-ffm.de oder 069-768036122. Am Veranstaltungstag nur Abendkasse.

Veranstaltungsorte

Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 961 220 220r
www.deutsches-filmmuseum.de

Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main K.d.ö.R.
Ignatz Bubis-Gemeindezentrum,
Savignystraße 66, 60325 Frankfurt
Tel.: 069 / 7680 36 -100
www.juedischesfilmfestfrankfurt2016.de

Pop Up Boat des Jüdischen Museums
Schaumainkai, Eiserner Steg
Tel.: 069 / 212 300 68
www.popupboat.juedischesmuseum.de

Mal Seh’n Kino
Adlerflychtstraße 6, 60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 59 70 845
www.malsehnkino.de

Orfeos Erben
Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 7076 9100
www.Orfeos.de

Veranstalter

Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main K.d.ö.R.
Westendstraße 43, 60325 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 7680 36 -100
www.juedischesfilmfestfrankfurt2016.de

Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main
www.kultur.frankfurt.de

PeterFeldmann
Impressum

Herausgeber:
Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main K.d.ö.R.

Texte und Redaktion:
Doris Adler, Dr. Susanna Keval
Deutsches Filmmuseum: Natascha Gikas Jüdisches
Jüdisches Museum – Pop Up Boat: Kathrin Schön
Orfeos Erben: Antje Witte
Mal Seh’n Kino: Gunter Deller

Grafik
Sieler Kommunikation und Gestaltung GmbH,
Frankfurt

Druck
Adelmann GmbH, Frankfurt

Mit freundlicher Unterstützung

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